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Tools für die Hochschullehre

Seminar im Hörsaal mit Dozent

Wer an einer Hochschule lehrt, plant nicht nur eine Veranstaltung, sondern ein Modul innerhalb einer akkreditierten Studienordnung. Das heißt: Jede Lerneinheit muss zu einem Qualifikationsniveau passen, jedes Lernziel muss prüfbar sein, und der angegebene Workload muss zu den vergebenen Credit Points passen. Genau an diesen drei Schnittstellen entstehen die meisten Reibungsverluste — und genau dort setzen die folgenden Werkzeuge an.

Der Ausgangspunkt ist fast immer das Niveau. Bevor du Lernziele formulierst, lohnt sich die Frage, auf welcher Stufe des Deutschen Qualifikationsrahmens dein Modul angesiedelt ist. Ein Erstsemester-Modul verlangt andere kognitive Anforderungen als ein vertiefendes Master-Seminar. Erst wenn diese Einordnung steht, lassen sich die Anforderungswörter — also die Operatoren — sinnvoll wählen, mit denen du später Aufgaben und Klausuren formulierst.

Darauf folgt die Workload-Frage. Ein Credit Point steht für rund 25 bis 30 Arbeitsstunden, die sich aus Präsenz, Selbststudium und Prüfungsvorbereitung zusammensetzen. Wer den Workload nur grob über eine Division schätzt, läuft Gefahr, Module systematisch zu überlasten oder zu unterfüttern. Die explizite Aufschlüsselung nach Lehrformen macht sichtbar, wie viele Stunden pro Woche realistisch anfallen.

Zum Thema Prüfungen ein Hinweis mit gebotener Vorsicht: Prüfungsrecht, Anrechnungsfragen und die konkrete Ausgestaltung von Leistungsnachweisen sind an jeder Hochschule durch eigene Prüfungsordnungen geregelt. Die Tools hier unterstützen die didaktische Vorbereitung — sie ersetzen weder die Studien- und Prüfungsordnung deiner Einrichtung noch die Abstimmung mit dem Prüfungsamt. Im Zweifel gilt immer die jeweils gültige Ordnung deiner Hochschule.

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